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Welpe zerbeißt nur Kabel ohne Strom


Anton Fichtlmeier hilft Hundeführern

Folgende Frage wird gestellt:

Wir haben einen Appenzeller Sennenhund, ca. 4 Monate alt. Er soll unseren Betrieb (Landmaschinen) bewachen. Leider beißt er alle Kabel durch, an die er herankommt. Eigenartigerweise rührt er Kabel, durch die Strom fließt, nicht an. Woran kann das liegen bzw. was kann man tun?

Anton Fichtlmeier:

Der Appenzeller Sennenhund ist eine der urschweizerischen Hunderassen. Sein Exterieur ist schwarz oder havannabraun mit gelb-rötlichen Schattierungen und weißen symmetrischen Abzeichen. Der Hund hat ein kurzes, dickes Fell mit sehr dichter Unterwolle, sein Gewicht liegt bei 25-32 kg und seine Widerristhöhe beträgt nach Rassestandart 48-58 cm. Also ein stattlicher, robuster Hund.

 

Bei dieser alten Schweizer Gebrauchshundrasse wurde das Bewachen, Treiben und Zusammentreiben der Herde durch Selektion über unzählige Generationen fest verankert. Er ist ein wachsamer, lebhafter, gegenüber allem Fremden eher misstrauischer Bauernhund. Der eigentliche Gedanke diesen Hund ein Gelände bewachen zu lassen, ist rassebedingt nicht falsch. Jedoch ist meiner Meinung nach, ein Hund mit 4 Monaten noch viel zu jung, um auf einem Betriebsgelände verselbstständigt seine Zeit zu verbringen, geschweige denn es schon zu bewachen. So kann es sein, dass er sich langweilt, weil keiner sich mit ihm beschäftigt, vielleicht ist er aber auch durch das sehr große Gelände überfordert und fühlt sich nicht wohl. Entweder weil die soziale Gruppe nicht zusammen ist oder weil er sich aus der Gruppe ausgeschlossen fühlt.

 

Zu Ihrer Frage: Warum zerbeißt er Kabel? Mit ca. 15 Wochen beginnt beim Welpen der Zahnwechsel. Das schmerzt. Ein junger Hund braucht in dieser Zeit alles Mögliche, worauf er herumkauen kann. Warum Ihr Hund sich gerade auf Kabel „spezialisiert“ hat, kann ich nicht sagen. Weshalb er gerade Stromführende Kabel meidet, ist ein Phänomen, das genauer untersucht werden müsste. Für mich wäre denkbar, dass diese Kabel sich bei Belastung evtl. erwärmen, was ihr Geruchsbild verändert. Auch ein entstehendes Magnetfeld könnte den Hund erregen, oder es haftet dem Kabel der Geruch von Menschen an, die es berührt haben (z.B. Verlängerungskabel). Achtung: Momentan ist der Hund noch vorsichtig und differenziert anscheinend was er beknabbert.

 

Das sollten Sie verändern: Zum würde ich empfehlen die Haltungsbedingungen zu verändern. Zum anderen braucht der Hund Erziehung.
Er sollte soziales Verhalten zu seinem Umfeld lernen. Ein Hund kann ohne weiteres lernen, situativ Tag- und Nachtaktivitäten zu unterscheiden. Am Tag ist gesellschaftliches Treiben, nachts Ruhe und bei störenden Geräuschen Wachsamkeit angesagt. Im Laufe seiner Entwicklung werden seine genetischen Eigenschaften hervortreten und er wird mit aller Wahrscheinlichkeit verlässlich das Gelände bewachen. Geben Sie ihm die Zeit für eine gesunde Entwicklung.

Mit freundlicher Genehmigung der „Wild und Hund“

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